Jungschiedsrichter


Im Schiedsrichterwesen wird zwischen Jungschiedsrichtern und Seniorenschiedsrichtern unterschieden. Alle ausgebildeten Schiedsrichter, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden als Jungschiedsrichter geführt. Jungschiedsrichter erhalten Ansetzungen ihres Alters entsprechend in den jeweiligen Jugendklassen, genießen eine spezielle Betreuung und Förderung und werden auf speziell für Jungschiedsrichter durchgeführten Weiterbildungsveranstaltungen geschult. Um eine möglichst zielgruppenorientierte Weiterbildung gestalten zu können, werden die Themen der Lehrabende entsprechend der Altersstruktur der anwesenden Jung- oder Seniorenschiedsrichter vorbereitet und in zwei getrennten Veranstaltungen umgesetzt. Die Förderung und Betreuung der Jungschiedsrichter wird durch sogenannte Coachings und Patenbetreuungen gewährleistet. Unter den folgenden Menüpunkten sind diese Vorgehensweisen genau erläutert.

Coachingsystem

Eine wesentliche Rolle innerhalb der gezielten Förderung der Mitglieder des Kreisförderkaders kommt dem Coaching zu. Jeder Kamerad erhält drei Coachings je Spielzeit. Als Coaches werden ausschließlich die Schiedsrichter eingesetzt, welche selbst für Spielleitungen in den oberen Spielklassen des FVM berücksichtigt werden. Im Zusammenhang eines Coachings ist es das vorrangige Ziel und die Aufgabe des Coaches, im Rahmen einer Besprechung, welche im Anschluss an das Spiel stattfindet, gemeinsam mit dem Schiedsrichter die gezeigte Leistung zu analysieren. Während das klassische Beobachten eher dem bloßen Aufzeigen von Fehlern, Stärken und Schwächen gleicht, so versucht der Coach, den Schiedsrichter bei seinen eigenen Erkenntnissen auf den richtigen Weg zu bringen, notwendige Hinweise zu geben und den Unparteiischen anzuspornen, stets sein Bestes zu geben. Wichtig ist, dass der Schiedsrichter seine Ziele und auch die Lösungen für sein gewähltes Vorgehen in den einzelnen Situationen selbstständig entwickelt. Der Coach leistet dabei nur Hilfe zur Selbsthilfe. Der Coach hinterfragt lediglich einzelne Entscheidungen oder Handlungsweisen und dient dem Schiedsrichter als „Spiegel“. Je mehr der Schiedsrichter selbst auf seine eigene Leistung eingeht, seine Sichtweise erläutert und seine getroffenen Entscheidungen begründet, desto höher ist der Lernerfolg zu bewerten. Es gilt jedoch zu beachten, das Spiel nicht in alle Einzelheiten zu „zerpflücken“, sondern lediglich auf entscheidende Vorgänge bzw. Spielsituationen einzugehen. Über seinen von dem jungen Schiedsrichter gewonnen Eindruck verfasst der Coach einen Bericht, welcher dem Jungschiedsrichterbeauftragten übermittelt wird. Der Coach, der den jungen Kameraden bei seinem nächsten Einsatz begleitet, erhält im Vorfeld den jeweils letzten Coachingbericht. Somit ist gewährleistet, dass der Coach im Vorfeld bereits einen Überblick über den Leistungsstand seines Schützlings erhält und gezielt auf die in der Vergangenheit definierten Schwerpunkte achten kann. Die Beobachtung der Entwicklung eines jeden Einzelnen wird somit sichergestellt. Durch die Einführung dieses Konzeptes wird eine leistungsorientierte Förderung unserer talentierten Nachwuchskräfte gewährleistet und bildet somit einen festen Baustein in der heutigen Schiedsrichterförderung.

Patensystem

Der Kreisschiedsrichterausschuss des Fußballkreises Heinsberg hat beschlossen, den neu ausgebildeten Jungschiedsrichtern einen sogenannten Jungschiedsrichter-Paten zwecks Unterstützung bei den ersten Spielleitungen zur Verfügung zu stellen. Die Idee für die Integration eines solchen Betreuungssystems ist vor dem Hintergrund entstanden, dass die jungen Kameraden nach Bestehen der Anwärterprüfung, lediglich mit den Grundkenntnissen des Regelwerks ausgestattet, auf die Mannschaften „losgelassen“ wurden. Sofern es gerade in Zusammenhang mit den anfänglichen Spielleitungen zu ersten Negativerfahrungen kam, war dies oftmals der Grund dafür, warum der ursprünglich gut ausgebildete Nachwuchs die Motivation für die Ausübung des Amts als Fußball-Schiedsrichter verlor. Zweiter wesentlicher Aspekt, welcher für die Einrichtung eines solchen Betreuungskonzeptes spricht, ist, dass es dem Schiedsrichterausschuss bislang an qualifizierten Rückmeldungen über die auf dem Platz gezeigten Leistungen der neu ausgebildeten Schiedsrichter fehlte. Diesem Kriterium wird nun Rechnung getragen, in dem der eingesetzte Betreuer die Spielleitung mit dem Schiedsrichter im Anschluss an das Spiel analysiert, auf entdeckte Stärken und Schwächen hinweist und abschließend einen Bericht über seinen gewonnen Eindruck verfasst. Somit erhält der Schiedsrichterausschuss wichtige Erkenntnisse darüber, wie der Schiedsrichter in Zukunft eingeplant werden kann. Aber auch die Überleitung in das für besonders talentierte junge Schiedsrichter integrierte Fördersystem (siehe Kreisförderkader) ist somit reibungslos möglich. Grundsätzlich erhält jedes neue Mitglied innerhalb der „Schwarzen Gilde“ drei Betreuungen während der ersten Spielleitungen. Je nach Bedarf, kann diese Anzahl in Einzelfällen nach oben hin abweichen. Die Betreuungen werden größtenteils von erfahrenen Schiedsrichtern durchgeführt, welche sich bereit erklärt haben, Ihre jahrelange Erfahrung in Bezug auf die Leitung eines Fußballspiels in den Dienst der Förderung junger Schiedsrichter zu stellen.

Für Fragen rund um das Jungschiedsrichterwesen steht der Jungschiedsrichterbeauftragte, Thomas Handschuhmacher, gerne zur Verfügung.

Thomas Handschuhmacher

Wurmaue 22

52525 Heinsberg

E-Mail: t.handschuhmacher(at)fussballkreis-heinsberg.de

Tel.: 02453/381641

Mobil: 0177 5966559

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