Gewaltprävention: Runder Tisch im Fußballkreis Heinsberg

Schiedsrichter, Sportrichter, Vereinsvertreter sowie Kreismitarbeiter und Vertreter des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) haben am Donnerstag, 23. Januar, im Fußballkreis Heinsberg gemeinsam Lösungen gegen Gewalt im Amateurfußball diskutiert. Die „Runden Tische“ sind Teil des Maßnahmenpaketes zur Gewaltprävention, das der FVM im Dezember 2019 beschlossen hat. Ziel ist es, Betroffene zu Beteiligten zu machen und sie aktiv in die Entwicklung von weiteren Maßnahmen zur Gewaltprävention einzubinden.

Gewaltprävention: Runder Tisch im Fußballkreis Heinsberg

Zum Auftakt der Diskussionsrunde in Heinsberg begrüßte FVM-Präsident Bernd Neuendorf die 25 Teilnehmer und stellte die Ziele der Runden Tische vor. „Wir bringen hier alle am Fußball beteiligten Gruppen zusammen, um gemeinsam sinnvolle Strategien und Lösungen gegen Hass und Gewalt auf unseren Fußballplätzen finden“, betonte Bernd Neuendorf. „Respekt und Fair Play sind die Basis für einen vernünftigen Umgang miteinander – auf und neben dem Platz. Unser Ziel ist es, dass diese Werte im Amateurfußball langfristig wieder mehr gelebt werden.“

In der Folge diskutierten die Teilnehmer zunächst über mögliche Ursachen von Gewalt und fehlendem Respekt im Amateurfußball. Anschließend erarbeiteten sie in Workshopphasen Handlungsempfehlungen für mehr Miteinander auf den Sportplätzen. Den Abschluss bildete die Priorisierung der entwickelten Maßnahmenideen.      

Auch Eduard Meinzer, Vorsitzender des Fußballkreises Heinsberg nahm an dem rund dreistündigen Austausch teil: „Ich habe mich gefreut, dass alle Teilnehmer sich so aktiv eingebracht haben. Es war eine sehr angeregte und produktive Stimmung. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse der weiteren Veranstaltungen - welche Maßnahmen daraus entstehen und wie sie umgesetzt werden können. “

Reinhard Deußen, Jugendleiter des 1. FC Heinsberg-Lieck, stimmt zu: „Ich fand die Veranstaltung grundsätzlich sehr gut, da das Thema aus meiner Sicht sehr wichtig ist. Es war spannend, die verschiedenen Perspektiven auf die Thematik zu hören. Aus meiner Sicht sollten wir vor allem für die jungen Schiedsrichter eine gute Umgebung schaffen, in der sie ihrer Tätigkeit mit Freude nachgehen können. Ich habe sehr interessante Ansätze mitgenommen, die man ohne großen Aufwand auch im eigenen Verein umsetzen kann.“

Die Runden Tische finden im Januar und Februar 2020 in allen neun Fußballkreisen des Fußball-Verbandes Mittelrhein statt. Die Ergebnisse aller Diskussionsrunden werden durch den Arbeitskreis für Gewaltprävention des FVM gebündelt.  Anschließend entscheiden die zuständigen Verbandsgremien über ihre Umsetzung.

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